Kredikarten

Kreditkarten – trotz Risiken im Ausland unverzichtbar

Egal ob Auszubildende, Studenten oder Angestellte, für jede mögliche Kundengruppe hält die Kreditwirtschaft mittlerweile Angebote parat.
(Bildquelle S. Hofschlaeger/ pixelio.de)

Kreditkarten sind in Amerika gang und gebe, jeder hat eine, meist sogar mehrere. In Deutschland jedoch ist das Bild ein anderes, die Nutzung von Kreditkarten ist (noch) nicht so weit verbreitet.

Kreditkarten sind in erster Linie Auslandskarten

Die Vorteile einer Kreditkarte erschließen sich hauptsächlich im Ausland. Im Inland leistet die ec-Karte (strenggenommen selber als sogenannte Debit-Karte eine Form der Kreditkarte) meist ausreichende Dienste.

Wer aber im Urlaub Geld abheben oder einen Mietwagen buchen will, kommt an der Kreditkarte nur schwer vorbei. Dabei gilt: Je exotischer das Ziel, desto wichtiger die Kreditkarte. Denn das electronic-cash-System der EC-Karte findet in Europa zwar immer stärkere Verbreitung, außerhalb Europas ist es meist aber völlig unbekannt.

Worauf beim Kredit-Kartenvertrages achten?

Karte ist nicht gleich Karte und das billigste Angebot ist nicht unbedingt das beste. Aber genauso wenig muss ein hochpreisiges Angebot gut sein.

Generell gilt: Kosten können an unterschiedlicher Stelle entstehen.

Einmal durch die möglichen (und in der Regel jährlichen) Gebühren für den Aussteller, dann durch die Gebühren der Nutzung (etwa die Kosten für das Geldabheben), dann durch Kreditzinsen (wenn die Karte nicht nur als Debit-Karte Geld von einem Konto zieht, sondern einen echten Kredit gewährt), und letztendlich durch Kosten durch mögliche Zusatzfunktionen der Karte.

Häufig besteht zwischen diesen Kostenarten eine Beziehung:

Höhere Jahreskosten können sich beispielsweise durchaus lohnen, wenn die Zinslast für Abhebungen oder Zahlungen geringer ist oder attraktive Zusatzleistungen winken. Das gilt es vorher zu prüfen.

Verwirrend ist, dass diverse Anbieter von Kreditkarten kostenlose Abhebungen im Ausland (oder auch nur in bestimmten Ländern) anbieten, andere aber nicht. Hier liegen für den unvorsichtigen Kunden Kostenrisiken versteckt, die sich nur durch einen Blick ins Kleingedruckte vermeiden lassen. Wer erst nach seinem Ägyptenurlaub feststellt, dass die deutlich beworbenen kostenlosen Abhebungen nur für die Eurozone gelten, kann sich auf eine böse Überraschung gefasst machen.

Zusatzleistungen genau prüfen

Auch bei den Zusatzleistungen ist Vorsicht geboten. So bieten viele Kreditkarten neben anderen Zusatzversicherungen (wie einer Rücktrittsversicherung oder Unfallversicherung) eine Auslandskrankenversicherung an – und das kann eine sehr gute Leistung sein. Sie greift meist aber nur, wenn bereits die Anreisekosten mit der Karte beglichen wurden. Wer das nicht beachtet, handelt leichtsinnig. Auch ist zu prüfen, ob an der Karte hängende Versicherungen erwarten, dass der Kunde alle Krankheits- oder Unfallkosten erst alleine begleicht, um sie dann erst nach Monaten ausgeglichen zu bekommen, oder ob die Zusatzversicherung bereits im Moment der Kostenentstehung zahlt. Nur letzteres macht eigentlich Sinn.

Die mit der Karte verbundenen Zusatzleistungen sind also sehr genau zu prüfen, damit man nicht gutes Geld für ein wertloses oder sogar gefährliches Angebot zahlt.

Anbieter

Anbieter für Kreditkarten sind in der Regel die gängigen Banken oder Sparkassen, aber auch Fußballvereine, Gewerkschaften oder Firmen bieten Mitgliedern zuweilen Karten. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Karte entweder das VISA- oder MasterCard-Emblem trägt, damit eine möglichst weltweite Akzeptanz sichergestellt ist.

Weitere Infos:

Bei Kreditkarten gibt es natürlich, gerade online, viel Betrug. Daher ist Vorsicht geboten, mehr dazu auch im Video:

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