Jugendschutzgesetz

Jugendschutzrecht: Rechte & Pflichten

Kinder und Jugendliche sind sich oft nicht der Konsequenzen ihres Handelns bewusst und außerdem leicht zu beeinflussen. Deshalb können sie sich für ihre Taten auch nur bedingt verantworten.
(Bildquelle: bluefeeling/ pixelio.de)

Die Verantwortung lastet dabei auf ihren Erziehungsberechtigten, aber auch auf dem Staat. Der Jugendschutz hat dabei oberste Priorität. Der Staat regelt dies mit dem Jugendschutzrecht, aber auch bei Anweisungen der Erziehungsberechtigten, die darüber hinausgehen, sind Kinder und Jugendliche zu Gehorsam verpflichtet.

Das Jugendschutzrecht ist eine Art Minimum. Erziehungsberechtigte dürfen verbieten, was nach dem Gesetz erlaubt ist, aber nicht erlauben, was das Gesetz verbietet.

Ausgehzeiten

Gaststätten dürfen von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten und bis 23 Uhr besucht werden. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen sich ohne Erziehungsberechtigten bis 24 Uhr dort aufhalten.

Eine Tanzveranstaltung ohne Erziehungsberechtigte dürfen Jugendliche ab 16 Jahren bis 24 Uhr besuchen, Personen unter 16 Jahren gar nicht.
Beim Kinobesuch sind zunächst die Altersbeschränkungen der FSK zu beachten. Einzige Ausnahme sind Filme ab 12 Jahren, wenn eine Aufsichtsperson dabei ist. Eine begleitende Aufsichtsperson ist außerdem für Kinder unter 6 Jahren, Kinder ab 6 Jahren ab 20 Uhr, Jugendliche ab 14 Jahren ab 22 Uhr und Jugendliche ab 16 Jahren erforderlich.

Nachtclubs, Spielhallen, oder ähnliches dürfen ohne Ausnahme nicht von Minderjährigen betreten werden.

Alkohol und Tabak

Spirituosen dürfen ohne Ausnahme nur von volljährigen Personen gekauft oder konsumiert werden. Andere alkoholische Getränke dürfen von Jugendlichen ab 16 Jahren, oder im Beisein und mit Zustimmung einer erziehungsberechtigten Person gekauft und konsumiert werden.

In der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren nicht an Minderjährige verkauft oder weitergegeben werden. Ein generelles Rauchverbot für Minderjährige existiert allerdings nicht.

Bei Automaten, die Alkohol oder Tabakwaren anbieten, muss gewährleistet sein, dass nur Volljährige dort Tabakwaren kaufen können.

Filme, Computer- und Videospiele

Im Gegensatz zu anderen Siegeln wie die der PEGI stellen die Siegel der Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) keine Empfehlungen dar, sondern sind verbindliche Altersbeschränkungen.

Die Abstufungen sind ab 0 (weiß), ab 6 (gelb), ab 12 (grün), ab 16 (blau) und keine Jugendfreigabe (rot). Die Siegel müssen auf dem Cover und auf dem Datenträger angebracht sein. Besonders bei der Freigabe ab 12 ist ein Altersnachweis nicht leicht durchzuführen. Im Zweifelsfall hat der Händler aber darauf zu bestehen.
Wurde ein Medium von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert, erhält das Medium keine Jugendfreigabe und muss bildlich ausgedrückt aus dem Sichtfeld von Minderjährigen verschwinden.

Inhalte wie Pornographie oder Glücksspiel mit echtem Geld sind grundsätzlich für Minderjährige verboten.

Weitere Informationen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*