Eisenmangel

Eisenmangel: Ursachen – Folgen – Bedarf

Eisen hat im Körper wichtige Funktionen zu erfüllen. Der größte Teil des Eisens, nämlich 60 Prozent, ist an Hämoglobin gebunden. Dort ist es für die Bindung und den Transport von Sauerstoff verantwortlich.
(Bildquelle: Claudia Hautumm/ pixelio.de)

So sorgt es für eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und hält so die körperliche Leistungsfähigkeit aufrecht. Andere Eisenträger sind das Eisenspeicherprotein Ferritin, das Myoglobin, Hämosiderin und diverse Enzyme.

Ursachen und Folgen eines Eisenmangels

Wie bereits erwähnt, ist Eisen hauptsächlich im Hämoglobin gebunden, wobei es dort über Komplexbildung mit dem Sauerstoffatom für dessen Transport zu allen Zellen und Organen des Körpers verantwortlich ist. Dabei findet täglich ein geringer Eisenverlust statt, der über die Nahrungsaufnahme immer wieder ausgeglichen werden muss.

Der Körper besitzt jedoch Eisenreserven in Form von Eisenoxid, welche im Eisenspeicherprotein Ferritin enthalten sind. Sollte jedoch der Eisennachschub langfristig verringert sein oder tritt ein hoher Eisenverlust durch größere Blutungen auf, kann es zu einem Eisenmangel kommen. Die bei einem Eisenmangel auftretenden Symptome sind die Folge der geringeren Sauerstoffversorgung des Körpers.

Die Leistungsfähigkeit sinkt und die Bildung der roten Blutkörperchen ist verringert. Man nennt diesen Zustand Eisenmangelanämie.

Typische Syndrome

Die Blutwerte sollten vom Arzt geprüft werden, häufige Anzeichen für eine Mangel an Eisen, sind die folgenden Syndrome.

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Verringerte Leistungsfähigkeit
  • Blasse Hautfarbe
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • psychische Labilität
  • Brüchigkeit der Nägel
  • Mundwinkelrhagaden

Wie viel Eisen braucht der Körper?

Der menschliche Organismus enthält etwa 4 bis 5 Gramm Eisen. Davon sind ca. 60 Prozent im Hämoglobin gebunden. Der Rest ist zum größten Teil als Depot-Eisen in Form von Ferritin und Hämosiderin in der Leber enthalten. Geringere Mengen befinden sich im Myoglobin, im Transferrin (Transport-Eisen) und in Enzymen.

Der tägliche Bedarf hängt von der Körperkonstitution, dem Lebensalter und vielem mehr ab und liegt zwischen 1,0 mg/Tag bis hin zu 2-5 mg/Tag. Schwangere Frauen haben den höchsten Eisenbedarf und Babys den niedrigsten. Dabei sollte jedoch mit der Nahrung mehr Eisen aufgenommen werden, weil nur 10-15 Prozent für den Körper verfügbar sind.

Besonders nach Blutverlusten und Mangelernährung besteht ein höherer Bedarf, der gegebenenfalls durch Eisenpräparate ausgeglichen werden muss, wobei eine Überdosierung vermieden werden sollte. Diese könnte langfristig zu Herz-/Kreislaufstörungen führen.

Eisen in Nahrungsmitteln

Zur Deckung des normalen Eisenbedarfs reicht eine ausgewogene Ernährung aus. Besonders Fleisch und Innereien enthalten gut resorbierbares Eisen, da es in der Häm-Form vorliegt.

Aber auch viele pflanzliche Nahrungsmittel, wie z. B. Hirse, Weizenkleie, Hafer, Sesam, Mohn, gekochte Linsen oder Kichererbsen enthalten viel Eisen, welches jedoch zunächst nicht so gut resorbierbar ist. Die Aufnahmefähigkeit kann aber durch Vitamin C, Zitronensäure, tierisches Protein aus dem Muskelgewebe oder auch Fruchtzucker gefördert werden.

Deshalb ist bei rein pflanzlicher Ernährung immer auch auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C zu achten. Bei Eisenmangel sollten jedoch die Eisenaufnahmehemmer Kaffee, schwarzer Tee oder Rotwein vermieden werden.

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