Arten der Altersvorsorge

Die unterschiedlichen Arten der Altersvorsorge

Deutschland verfügt zur Zeit über ca. 25 Millionen Rentenempfänger (Deutsche Rentenversicherung). Dagegen stehen 42,9 Millionen Erwerbstätige, die in die Rentenkassen einzahlen.
(Bildquelle knipseline/ pixelio.de)

Schon heute wird weniger in die Kassen eingezahlt, als benötigt wird um den Rentenbedarf zu decken.

Problemstellung

So zahlt der deutsche Staat heute schon knapp 60 Milliarden Euro an Zuschüssen in die Rentenkassen. Aber wo kommen diese her? Meist aus Steuereinnahmen, die vom Arbeitnehmer getragen werden müssen.

Nun ist seit mehreren Jahren bekannt, dass die Deutsche Bevölkerungspyramide von einem demographischen Wandel geprägt ist. So wird im Jahr 2050 das Verhältnis Arbeitnehmer zu Rentner, eins zu eins sein. Daher wird noch weniger Geld in den Rentenkassen sein und die gesetzlichen Leistungen so gering ausfallen, dass die Erhaltung des Lebensstandards nicht mehr gegeben ist. So titelt Der Tagesspiegel bereits 2005: „2050 droht Rente auf Sozialhilfeniveau“. Daher ist es heute enorm wichtig, eine private oder betriebliche Vorsorge in Form einer Rentenversicherung zu treffen und wird deshalb vom Deutschen Staat gefördert.

Formen der Vorsorge

Die private oder betriebliche Altersvorsorge kann man auf verschiedene Weisen gestalten. Dabei unterscheidet man staatlich geförderte und staatlich nicht geförderte Rentenvarianten.

Betriebliche Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge, sichert der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zu, dass aufgrund des Arbeitsverhältnisses eine Versorgung im Fall von Alter, Invalidität und Tod zugesagt wird.

Dabei kann der eingezahlte Teil in unterschiedliche Anlagen eingezahlt werden. Anspruch haben Arbeitnehmer, Auszubildende und Arbeitern. Diese Form der Altersvorsorge macht aber nur Sinn, wenn das Arbeitsverhältnis für fest und langfristig einzuschätzen ist, da nicht jeder Arbeitgeber diese Möglichkeit anbietet. Im Fall eines Wechsel, könnte es zum Leistungsverlust kommen.

Riester-Rente

Bei der privaten Altersvorsorge, welche staatlich gefördert wird, unterscheidet man zwei Formen. Zum einen ist das die Riester-Rente, benannt nach Walter Riester. Von ihr sind in Deutschland ca. 15 Millionen Verträge im Bestand der Versicherer.

Die staatliche Förderung erfolgt durch eine Zulage vom Staat. 154 Euro gibt es dort pro Jahr. Hinzu kommen für jedes Kind geboren vor 2008 185 Euro und für jedes Kind nach 2008 300 Euro jährlich. Für Berufseinsteiger gibt es zusätzlich 200 Euro im ersten Jahr. Ein weiterer Vorteil ist die steuerliche Absetzbarkeit. Eingezahlt werden muss pro Jahr mindestens 4% des Jahresbrutto bzw. mindestens 60 Euro, um eine volle Förderung zu erhalten.

Eine Berechtigung für den Bezug einer Riester-Rente haben alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und Selbstständige, sowie Bezieher von Arbeitslosengeld und Krankengeld. Ebenfalls berechtigt sind Wehrdienst- und Zivildienstleistende. Eine genau Prüfung ist im Einzelfall aber von Vorteil.

Rürup-Rente

Benannt nach Wirtschaftswissenschaftler Bernd Rürup gibt es die zweite Variante der privaten Altersvorsorge, die sogenannte Basisrente. Sie existiert seit 2005.

Hierbei handelt es sich um eine kapitalgedeckte Rente, die einen Leistungsanspruch auch im Falle von Tod und Berufsunfähigkeit vorsieht. Wie auch die Riester-Rente, ist auch die Basisrente staatlich gefördert. Eingezahlte Beträge können hier als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Hierbei gilt ein bestimmter Prozentsatz. 2005 konnten 60% abgesetzt werden, heute sind es 2011, bei einer jährlichen Steigung von 2%. 2025 wird dann ein Wert von 100% erreicht sein. Maximal sind dann 4200 Euro absetzbar. Die Basisrente ist für jeden Bürger zugängig.

Beratungsstellen

Zum Thema Altersvorsorge werden Sie in den meisten Geschäftsfilialen aller Banken und Versicherungen beraten (z.B. Sparkassen Finanzkonzept). Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit einen freiberuflichen Makler aufzusuchen oder eine Mehrfachagentur (tecis, MLP) mit Ihrer Beratung zu beauftragen. Letztere haben den Vorteil, dass Sie meist ein größeres Produktportfolio aufweisen und daher ggf. ein individuell besseres Produkt auswählen können.

Zusammenfassend sollte man festhalten, dass mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, die Vorsorge für den Ruhestand privat erfolgen muss. Daher sollten Sie sich früh genug mit dem Thema beschäftigen und handeln.

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